Potsdamer Seesportclub e.V.

... Seesport, Segeln, Rudern  ·  Montag, 06. September 2010

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"Preussen"-Team bringt das Unmögliche

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Endlich ist es wieder soweit. Die Potsdamer haben den 15. Müritzpokal gewonnen. Das Segelteam der "Preussen" mit Acki (Steuermann), Martin (Besan), Hoppe (Groß), Konrad (Fock), Roman (Spi- & Trimmschwein) und Sachsen-Ole (Spinnaker, Ausguck) mit Sohn Nils haben nach 7:20h den Sieg errungen.

Ein harter Kampf liegt hinter uns. Viele Nerven und viel Aufregung hat es gekostet. Das ging schon damit los, dass wir das Vor- und 4min-Signal alle überhörten. Erst an den Flaggen des Startbootes konnten wir uns ausrechnen, dass der Countdown schon lief. Mit etwa 15sec Verspätung fuhren wir also durch den Start. Aber ein Sahnestart war es: prima weggekommen, gut vorgesetzt und ohne große Rempeleien mit anderen Kuttern. In einem Spitzenfeld mit 3 Kuttern (Adam, Venus und Preussen) setzten wir uns gut vor dem Hauptfeld ab. Leider ging es dann mit der Pechsträhne los. Wir standen vor bzw. mitten in dem ersten Windloch des Tages. Glücklicherweise musste "Venus" vorher abfallen, sie sind nicht so richtig im Wind gewesen. So standen wir als 2. auf der Stelle und "parkten", wie es so schön heißt. Dummerweise mussten wir uns während des Parkens der "Zuarin" und der "Matjes" erstmal geschlagen geben. Aber wie ihr unseren Acki kennt: Aufgeben is nich. Also im nächsten Wind mit Spi hinterher. Vor der Wendetonne kamen wir wieder ran und kamen auch hier ohne Rempeleien um die Tonne, wo es danach mit Spi der inzwischen wieder einigermaßen eingeholten "Adam" hinterherging. Dummerweise verließ uns der Wind dann wieder und wir dümpelten zur Wendetonne. Obwohl West- bis Süwest-Wind angesagt war, kam der Wind schließlich von Osten und das Hauptfeld kam uns mit Spi gefährlich nah. An der Wendetonne mussten wir unsere Position als 2. abgeben und kamen zurück auf Platz 15. Das konnte Acki natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Mit aggressiven Überholmanövern an Luv (Windseite) kämpften wir uns auf den 10. Platz vor. Mit der gut ausgetüfftelten Taktik, nochmal kurz Richtung Waren zu segeln brachte uns das bisschen Wind der Müritz mit Spi wieder nach vorne an das Spitzenfeld unter "Venus", "Poseidon" und "Teamwork". In einer Viererreihe dümpelten wir also dem Ziel entgegen. Noch 10m trennten alle Kutter vom Ziel. 2m vor dem Ziel kam Ackis rettendes Kommando "Alle Mann nach hinten", wobei der Kutter nach vorne gedrückt wurde und wir mit 20cm Vorsprung in das Ziel rauschten. Die Spannung bis zum Ende war entsetzlich. Keiner bewegte sich mehr, damit das Boot ja nicht gestoppt wird. Aber es hat sich gelohnt. Die "Sanssouci" gab vor dem Ziel auf und ruderte durch das Ziel, damit waren sie aus der Wertung ausgeschieden (sie kamen erst nach 19 Uhr an (Im Vergleich: Die "Preussen" um 17:48 Uhr)). Der Müritzpokal (Wanderpokal) wandert nun nach Potsdam und wird dort hoffentlich die nächsten 2 Jahre gut verteidigt, damit er für immer dort bleiben kann.

Auch dieses Jahr war es wieder ein erlebnisreiches Wochenende. Viel Sonnenschein und einigermaßen warme Temperaturen hielten alles im Angenehmen.

"Schiff ahoi!"

Euer Roman

 


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